Projektdetails

Generali Arena

Anpfiff für eine neue Ära

Die Generali-Arena, das Heimstadion des FK Austria Wien im zehnten Bezirk, wird bis Sommer 2018 erneuert und erweitert. Highlight: Die Generali-Arena wird das erste nachhaltige Stadion Österreichs. Architekt Reinhardt Gallister mit dem Ateliermauch ist Planer der neuen FK-Austria-Spielstätte. Vasko+Partner zeichnet als Generalkonsulent verantwortlich.

Der FK Austria Wien ist seit 1973 in Wien-Favoriten beheimatet. 2010 wurde die Adresse des Klubs in „Horrplatz 1“ umbenannt. Die neu geplante Arena ist ein Teil des S.T.A.R.-Projekts der Austria, im Zuge dessen neben dem Stadion (S) auch in Trainingsplätze (T), die Akademie (A) sowie ein Regionales Nachwuchszentrum (R) investiert wird. Vasko+Partner ist als Generalkonsulent maßgeblich an den Planungsarbeiten, mit Ausnahme der Architektur, beteiligt. „Als Generalkonsulent bei der neuen Generali Arena mit an Bord zu sein, freut uns besonders – ich bin davon überzeugt, dass das neue Stadion international für Aufsehen sorgen wird“, erklärt Wolfgang Poppe, Geschäftsführer Vasko+Partner. Die neue Gesamtkapazität umfasst Platz für 17.500 Zuschauer. Michael Mauch, Projektleiter von Architekt Gallister, war bereits im Team rund um die Osttribüne im Horr-Stadion und der Nachwuchsakademie, bestehend aus einer Trainingshalle und einer Zusehertribüne. Die neue Generali Arena wird ein einheitliches Erscheinungsbild haben. Die neue Trainingshalle ist bereits gebaut und seit 2010 in Betrieb. Das regionale Nachwuchszentrum soll im Zuge der Umbauarbeiten in der Generali Arena weiterentwickelt bzw. vergrößert werden. Die Nordtribüne sowie die Westtribüne werden abgerissen und im Neubau mit zwei Rängen an das Dachniveau der Osttribüne angeglichen. In der Nordtribüne werden der VIP-Bereich für 800 Gäste, die Business-Seats, Logen, Festsäle sowie die Ehrentribünen untergebracht. Zudem wird unter der Tribüne eine zweistöckige Tiefgarage entstehen. Der Westbereich des Stadions wird zur neuen Familientribüne. Insgesamt investiert die Austria 42 Millionen Euro in die Neugestaltung ihrer Heimat, die dann eine UEFA-Vier-Sterne-Arena sein wird. Zudem wird die noch letzte offene Ecke zwischen Ost- und Südtribüne geschlossen. Auf der Südtribüne wird der Medienbereich modernisiert. Die Sicherheitszentrale wird dort ebenso Platz finden wie der Arena VIP-Klub und die Technik. Der Architekt setzt dabei auf eine einfache, barrierefreie Wegführung und betont den respektvollen Umgang mit der Umgebung. Die Sitze werden erneuert und alle Ecken „stimmungsbegünstigend“ begradigt oder geschlossen.

Die U-Bahnlinie U1 wird derzeit bis zum Verteilerkreis ausgebaut, rundherum entsteht das Stadtentwicklungsprojekt Viola-Park. Auch diese will der Architekt einbeziehen: So soll etwa künftig die Umrundung des Stadions möglich sein, die Zäune rund um das Gelände sollen fallen.

Erstes nachhaltiges Fußballstadion Österreichs

Die Generali Arena wird das erste nachhaltige Fußballstadion Österreichs. Transparenz, Barrierefreiheit und Energieeffizienz stehen dabei im Zentrum: Es wird eine Wasseraufbereitungsanlage sowie eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes geben. „Die Generali-Arena wird ein Vorzeigeprojekt im europäischen Vergleich. Dieses Projekt ist aber auch ein wichtiger Meilenstein für den FK Austria Wien. Wir haben uns an vielen internationalen Vorbildern orientiert, die verständlich gezeigt haben, dass die Basis für eine erfolgreiche Zukunft zum einen die Ausbildung junger Spieler und zum anderen ganz klar die Infrastruktur ist. Diesen Weg, den wir als absolut notwendigen Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft sehen, haben wir 2008 begonnen, nunmehr beginnt die nächste Phase und wir werden die nächsten Schritte machen“, erklärt Markus Kraetschmer, Vorstand FK Austria Wien AG. Der Wiener Fußballklub hat sich entschieden, das internationale Auszeichnungssystem DGNB der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) anzuwenden. Mit diesem System ist es möglich, in der Planungs-und Bauphase Gebäude in ökologischer, ökonomischer und sozio-kultureller Sicht zu optimieren.

Eine Webcam verfolgt das Baugeschehen.